Kiefergelenktherapie

Das Kiefergelenk ist ein sehr komplexes vom vegetativen Nervensystem beeinflusstes Gelenk. Es dient in erster Linie dem Kauen, Schlucken und Sprechen. Neben seinen eigentlichen Aufgaben hat es wesentlichen Einfluss auf die Funktionsweise benachbarter Körperregionen.

Schon eine leichte Fehlstellung des Ober- und Unterkiefers kann das optimale Funktionieren des Kausystems beeinträchtigen. Häufig deuten dann Symptome wie Kiefergelenkschmerzen, Knackgeräusche beim Kauen oder Gähnen, Schnarchen, Spannungskopfschmerzen, Ohrenschmerzen Ohrengeräusche und sogar Beschwerden im Bereich der Schulter und Wirbelsäule darauf hin, dass die Kieferstellung nicht stimmt.

Sehr viele Menschen bauen über das Kiefergelenk zudem unbewusst Stress ab, beispielsweise durch nächtliches Zähneknirschen oder durch festes Zusammenbeißen von Ober- und Unterkiefer. Eine solche dauerhafte Überbelastung kann zu gravierenden Schäden an Zähnen und Kiefergelenk führen.

Funktionsanalyse

Grundlage für eine erfolgreiche Kiefergelenktherapie ist eine ausführliche Funktionsanalyse. Aufgrund dieser Untersuchung legen wir Therapieziele und Therapieverlauf individuell für Sie fest. Mithilfe verschiedener Behandlungsmethoden erreichen wir eine Entspannung der Kiefergelenkmuskulatur und eine Neuorientierung der Bewegungsmuster.

Entlastungsschiene

Eine Schiene ist eine optimal auf Ihre Zahnsituation gefertigte Aufbisshilfe, die zumeist nachts getragen wird. Sie schont die Zähne, entlastet das Kiefergelenk und gleicht die Fehllage des Unterkiefers aus.

Manuelle Therapie

Durch gezielte Techniken der manuellen Therapie wird die Muskulatur Ihres Kiefergelenks entlastet, positioniert oder mobilisiert. Spezielle Übungen schulen die Koordination, die Bissführung und Ihre Körperhaltung.

Entspannungstechniken

Mit „Autogenem Training“ oder „Progressiver Muskelentspannung“ können Sie in besonderen Stresssituationen Anspannungen vermeiden oder lernen, besser damit umzugehen.